Schweißen

Welding aluminium

Roboterschweißen eines Aluminium Warzenblechs

Beim Schweißen handelt es sich um den Prozess der Verbindung von zwei Materialien mittels Fusion. Das Schweißen von Aluminium liefert dabei relativ schnell luft- und wasserdichte Verbindungen. Dennoch gibt es mehrere Faktoren, die vor, während und nach dem Schweißen zu berücksichtigen sind, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

 

Die natürliche Oxidschicht muss entfernt werden.

Beim Kontakt mit Sauerstoff bildet sich auf Aluminiumoberflächen eine weißliche Oxidschicht. Diese Schicht hat sehr hohen Schmelzpunkt von ca. 2060°C, weshalb sie vor und während des Schweißprozesses unbedingt entfernt werden sollte, um eine gute Schweißnaht zu ermöglichen. Hierzu eignen sich beispielsweise Schleifpapier oder Winkelschleifer. Die Wärme des Schweißprozesses selbst fördet die Bildung dieser Oxidschicht, weshalb auch währed des Schweißens darauf geachtet werden sollte, sie zu entfernen. 

 

Aluminium - Niedriger Schmelzpunkt, aber mit der Temperatur aufpassen!

Der Schmelzpunkt von Aluminium liegt bei nur ca. 660°C, was im Vergleich mit (Edel-)Stahl (ca. 1.500°C) relativ gering ist. Es können also auch mit einfachen Schweißgeräten gut Ergebnisse erzielt werden. Dennoch sollte man vorsichtig vorgehen, denn die deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit des Aluminiums macht die Schweißnaht anfällig für etwaige Rissbildung! Insbesondere das Fehlen einer Anlassfarbe, also einer wärmebedingten Materialverfärbung, macht eine kontinuierliche Temperaturmessung beim Aluminium schweißen sinnvoll.

 

Die Wahl des passenden Schweißverfahrens hängt vom Material ab.

Aufgrund des Oxidationsverhaltens, eignen sich Schweißverfahren unter Verwendung von Schutzgas in vielen Fällen besonders gut zum Schweißen von Aluminium. Die bekanntesten Verfahren sind hier die MIG/MAG- & WIG Schweißverfahren. In beiden Fällen wird der beim Schweißen notwendige Lichtbogen von einem inerten Gas umgeben, welches verhindert, dass der Schweißpunkt der direkten Umgebungsluft ausgesetzt ist. Das WIG Schweißverfahren unterscheidet sich hauptsächlich durch einen geringen Strombedarf und eine geringere Gefahr des Materialdurchbrennens, was insbesondere bei dünnen Materialen wie Profilen mit geringer Wandstärke  oder Blechen von Vorteil sein kann! Auch brennt die Stromführende Elektrode beim WIG Schweißverfahren nicht ab.

 

Aluminium & Stahl sicher verbunden!

Das Problem beim Schweißen von Aluminum mit anderen Metallen ist, dass bei den gängigen Schweißverfahren leider häufig nur sehr brüchige Schweißverbindungen zustande kommen. Dadurch bedingt, empfiehlt sich das direkte Schweißen hier nicht. Vielmehr kann es in manchen Fällen Sinn machen das Klebeverfahren einer traditionellen Schweißnaht vorzuziehen. Dennoch gibt es Lösungen, um Aluminium mit Stahllegierungen zu verschweißen. So können zum Beispiel sogenannte Aluminium-Stahl-Schweißverbinder eingesetzt werden, die wie ein Sandwich aus zwei bis drei unterschiedlichen Schichten von Aluminium- & Stahllegierungen bestehen, die zuvor mittels Sprengplattierung verbunden wurden.

 

Achtung: Wasserstoff kann Porenbildung verursachen!

Das Schweißen von Aluminium birgt die Gefahr der Porenbildung. Diese kann insbesondere beim Abkühlen des Metalls auftreten. Grund dafür ist häufig die Freisetzung von Wasserstoff, welcher im geschmolzenen Aluminium gelöst ist und sich während der Kühlung verflüchtigt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie sich unbedingt für eine gut schweißbare Legierung entscheiden.

Unser kompetentes Team hilft Ihnen bei Fragen natürlich gerne weiter, sprechen Sie uns einfach an!

 

Dieses Video zeigt ihnen manuelles & robotisiertes Schweißen von Aluminium

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